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Arved Fuchs
Arved Fuchs, Jahrgang 1953, ist einer der bekanntesten Extrem-Abenteurer und Polarforscher unserer Zeit. Er durchquerte Grönland mit dem Hundeschlitten, war mit Reinhold Messner auf Skiern in der Arktis und erreichte als erster Mensch der Welt innerhalb eines Jahres beide Pole zu Fuß.
Schon seit frühester Kindheit ist er der Faszination der Polarforscher erlegen. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung bei der Handelsmarine mit dem Ziel, das für spätere Unternehmungen wichtige Rüstzeug zu erlangen. Fuchs studierte Schiffsbetiebstechnik an der FH Flensburg bis zur Zwischenprüfung, danach wechselte er in die Selbständigkeit.
Neben den Vortragsreihen zu seinen aktuellen Expeditionen hat Arved Fuchs eine Konzeption entwickelt, die sich insbesondere an Firmen richtet. Dabei gewährt er anhand spannender Berichte aus dem Expeditionsalltag Einblicke in eine ungewöhnliche aber erfolgreiche Art zu arbeiten und zu leben.
Polar scientist Arved Fuchs crossed Greenland with a dog-sledge, skied in the arctic with Rainhold Messner and was the first man to ever reach both poles on foot within one year.
In his talks he vividly illustrates the climate changes and with it the challenges awaiting our society. The adventurer has tailor-made talks not only about his expeditions, but also caters for companies' specific needs: self-motivation to reach best possible results or breaking limits whilst dealing with fears are just some of his topics, alsways drawing an entertaining parallel to his own adventures.
Through environmental workshops he regularly introduces young people from all over the world to this topic and raises their awareness for the environment.
Vita Arved Fuchs
Ausbildung
Nach der Schule Ausbildung bei der Handelsmarine
Studium der Schiffsbetriebstechnik an der FH Flensburg
Anschließend Wechsel in die Selbständigkeit
Expeditionen
2007 Fuchs startet von Flensburg aus mit der „Dagmar Aaen“ nach Spitzbergen. Dort einwöchiges internationales Jugendcamp unter dem Titel „Ice-Climate-Education“, in dem sich Schüler aus fünf Nationen vor Ort ein Bild des Klimawandels machen. Fuchs unternimmt mit Hilfe eines Wissenschaftlers Messungen an der Eiskante und reist auf den Spuren der historischen Schröder-Stranz-Expedition aus dem Jahr 1912.
2006 Zwei Expeditionen: Im Frühjahr bereist er mit drei Teamgefährten und elf Hundeschlitten die Ellesmere Island im Norden Kanadas. Wegen des unerwartet zeitigen Frühlingseinbruchs muss die Tour vorzeitig beendet werden. Im Sommer Expedition an die Ostküste Grönlands, um den fortschreitenden Klimawandel zu dokumentieren.
2004 Durchquerung der Nordwestpassage gelingt buchstäblich in letzter Sekunde – damit vollendet Fuchs die komplette Nordpolumrundung nach fast zweieinhalb Jahren.
Sommer 2003 Reise führt Fuchs durch die Beringstraße in die Nordwestpassage, das Schiff muss den arktischen Winter in Cambridge Bay verbringen.
2002 Fuchs bezwingt im vierten Versuch die Nordostpassage entlang der sibirischen Küste.
2000 Mit der „James Caird II“ bezwingt Arved Fuchs das härteste Meer der Welt und empfindet die Shackleton-Expedition nach, durchquert dabei die Eishölle Südgeorgiens.
1997/98 Expedition „Arctic Passages“: Fuchs will Routen historischer Expeditionen auf Spitzbergen und in Ostgrönland nachvollziehen und dokumentieren. Nach einer schwierigen Eisfahrt verbringt das Schiff den Winter an der unwirtlichen Ostküste Grönlands. Eine 60-tägige Skitour führt ein vierköpfiges Team bis zum 77. Breitengrad.
1995/96 Die Expedition „Zwischen Tropen und ewigem Eis“ ist die Vollendung von Roald Amundsens Idee der Umrundung beider Amerikas. Die „Dagmar Aaen“ durchquert die Nordwestpassage, segelt durch den Pazifik und erreicht Patagonien. Erstmals wurde in 42 Tagen das patagonische Inlandeis von einer Expeditionsmannschaft durchquert. Kutter und Mannschaft umrunden den amerikanischen Doppelkontinent.
1991-1994 Die bislang längste Expedition mit dem Haikutter „Dagmar Aaen“. Zum ersten Mal darf zu Beginn der Expedition die russische Arktis von einem westlichen Schiff befahren werden. Zwei Jahre verbringt die Expedition in dem von politischen Umsturzversuchungen erschütterten Land, segelt in das bis dahin streng verbotene Franz-Josef-Land auf 81° nördlicher Breite und überwintert eingefroren im Eis des Jennissei. 1993 durchsegelt die Crew die Westküste Grönlands bis nach Thule und anschließend die legendäre Nordwestpassage.1994 erfolgt ein weiterer Vorstoß nach Sibirien. Abschluss der Expedition in Vancouver.
1989 Arved Fuchs erreicht zusammen mit Reinhold Messner den Südpol und ist damit der erste Mensch, dem es gelungen ist, innerhalb eines Jahres auf Ski sowohl den Nordpol als auch den Südpol zu erreichen. Im Verlauf der Expedition gelingt es erstmals zwei Menschen, den gesamten antarktischen Kontinent zu Fuß zu durchqueren, in nur 92 Tagen legen beide über 2.500 Kilometer zurück.
1989 Expedition ICEWALK: Unter extremsten Bedingungen, bei Temperaturen bis zu -52 °C, kämpft sich ein internationales achtköpfiges Team in 56 Tagen rund 1000 Kilometer über das Packeis zum geographischen Nordpol. Die Expedition steht unter der Schirmherrschaft der UNO.
1988 Feuerland-Expedition mit Faltbooten von Punta Arenas bis nach Puerto Williams (Beagle Canal).
1987 Zweite Borneo-Expedition. Erneute Bestandsaufnahme und Veröffentlichungen über die Auswirkungen der Brandrodung und des Holzeinschlags. Versuch der Nordseeüberquerung mit Faltbooten von England aus – wegen schlechten Wetters wird der Versuch nach zehn Tagen auf See abgebrochen.
1986 Expedition zur „Wiege der Stürme“ - mit Faltbooten durch die Inselgruppe der Aleuten/ Alaska sowie Bergtouren durch Patagonien und Feuerland.
1985 Kajakexpedition zum Magnetischen Nordpol, darunter eine zweiwöchige Drift auf einer Eisscholle.
1984 Erste und bis heute einzige Winterumrundung Kap Hoorns mit einem Faltboot. Fuchs bereist zudem mit drei Freunden den Nahanni-Fluss im Norden Kanadas von der Quelle bis zur Mündung in traditionellen Kanus.
1983 Auf den Spuren der Wegener-Expedition von 1931 unternimmt Fuchs eine Hundeschlittenexpedition über das grönländische Inlandeis – in 70 Tagen gelingt es, das Eis auf einer teilweise bis dahin unbegangenen Strecke zu queren.
1982 Verschiedene Touren an der Nordwestküste Kanadas, Yukon und den Ragged Range.
1981 Solo-Expedition in der kanadischen Arktis. Der Versuch von Resolute Bay nach Grise Fjord zu laufen, wird unterbrochen, da ein Eisbär das Zelt und den Schlitten zerstört und Teile des Proviants gefressen hat. Weiterhin zahlreiche Touren mit Inuit und anschließend Atlantiküberquerung mit dem 14 Meter langen Segelboot „Golden Goose“ von Lake Huron nach Hamburg.
1980 Erster Versuch, den Nordpol zu erreichen. Fuchs scheitert, unternimmt Solotouren in der kanadischen Arktis und wird im Arctic Survival durch befreundete Inuit unterrichtet.
1979 Reise an die Westküste Grönlands mit ausgedehnten Solotouren entlang des Inlandeises.
1978 Borneo-Expedition: Mit Longboats und zu Fuß durchquert Fuchs den indonesischen Teil der Insel bis zur Grenze nach Sarawak und zurück, dabei Bestandsaufnahme des Holzeinschlags im tropischen Regenwald sowie deren Auswirkungen auf die Umwelt und die Ureinwohner.
1977 Erste Expedition: Befahrung der Flüsse De Pas und George River in der kanadischen Provinz Quebec mit traditionellen indianischen Kanus sowie mit einfachsten Mitteln. Dauer zwei Monate – über die Expedition entstand ein erster Film beim NDR.
